Freiheit Klettern

Giving Tuesday: Gutes tun für Kletterprojekte

Giving Tuesday Siegerpose auf Boulder

Am Dienstag ist Giving Tuesday. Der weltweite Tag des Gebens. An diesem Tag soll das soziale Engagement die verdiente Aufmerksamkeit bekommen – und idealerweise auch Spenden. Für mich ein guter Anlass mal ein paar Projekte mit Kletterbezug unter die Lupe zu nehmen.

Giving Tuesday

Die Idee des Giving Tuesday stammt, wie der Name schon vermuten lässt, aus den USA. Als Gegenbewegung zu vorweihnachtlichen Verkaufsräuschen wurde der Tag initiiert, um soziale Projekte in den Fokus zu rücken. Und vor allem auch Geben, Schenken und Spenden. Im Schnitt geben wir in Deutschland 274€ für Weihnachtsgeschenke aus. Kann man machen, oder man schenkt zum Beispiel Zeit. Und das Geld, welches man dadurch spart, investiert man in soziale Projekte?! Klingt doch nach einer Win-win-Situation?

Kletterer – ein Haufen cooler Leute

Klettern ist für viele von uns der beste Sport der Welt. Wobei Sport vielleicht zu kurz gegriffen ist. Lifestyle passt für manche auch oder auch eine gute Gelegenheit, um Freunde zu treffen. Da wird die Boulderhalle schon mal zum zweiten Wohnzimmer. Ich habe bisher noch keinen Sport erlebt, in dem man auf so viele coole, hilfsbereite Leute trifft. Die einem mit Tipps und Tricks weiterhelfen, wenn man wieder über einem Problem an der Wand brütet. Oder alles tun, um die Motivation hoch zu halten. Auch als Neuling findet man schnell Anschluss und es ist relativ leicht neue Freunde kennen zu lernen.

Bouldern macht glücklich

Darüber hinaus ist wissenschaftlich erwiesen, dass Bouldern glücklich macht. Bouldern wird daher sogar als begleitende Therapie bei Depressionen eingesetzt. Bouldern stärkt das Selbstbewusstsein, fördert die Kreativität und man kommt mit einem ganzen Sack voll Emotionen in Kontakt. Direktes Feedback von der Wand gehört nun mal dazu.

Kletterprojekte

Deswegen habe ich überlegt, welche Projekte es gibt, in denen sich Menschen ehrenamtlich engagieren, um anderen das Klettern zu ermöglichen. Quasi: Glücksweitergabe betreiben.

Eingefallen sind mir spontan drei. Über weitere Vorschläge freue ich mich in den Kommentaren.

Ich will da rauf e.V.

Ich will da rauf e.V. dürfte mit einer der bekanntesten Vereine in der Kletterszene sein. Menschen mit und ohne Behinderung klettern gemeinsam und haben eben schlichtweg ein gemeinsames Ziel: Rauf!

Gemeinsam wird in gemischten Klettergruppen unter professioneller Begleitung in der Kletterhalte trainiert. Gelebte Inklusion, denn alle gehören zusammen. Und wenn es eine Barriere gibt, dann doch nur die in unseren Köpfen! Diese zu überwinden, kennt jeder Kletterer doch nur zu gut.

Hier könnt ihr spenden!

Giving Tuesday Hand an Ausstieg

IG Klettern Frankenjura, Fichtelgebirge und Bayerischer Wald

Eine Sache über die man sich in der Regel wenig Gedanken macht als Kletterer ist doch folgende: Wie kommen eigentlich die Haken in die Wand? Hauptsache schön saniert, aber der Rest ist doch eigentlich egal. Hey, schon mal drüber nachgedacht, dass ohne Haken, Sauschwänze und Bühler unser Sport im Frankenjura für die meisten von uns (mit ausgeprägten Überlebensinstinkt) nicht mehr möglich wäre? Und die Dinger wachsen ganz sicher nicht einfach so aus dem fränkischen Kalk.

Giving Tuesday Wand mit Kletterhaken

Wenn sich nicht der Erstbegeher und Bohrer darum kümmert, kümmern sich die Ehrenamtlichen der IG Klettern Frankenjura, um die Sanierung und stellen auch Haken zur Verfügung. Darüber hinaus vertritt die IG die Interessen der Kletterer und verhindert Kletterverbote, indem sie sich gerade für ein naturverträgliches Klettern einsetzt. Ohne die würden wir bei unseren Heldentaten ganz schön alt aussehen…

Hier könnt Ihr für die IG Klettern Frankenjura spenden!

Weitere IGs findet ihr hier: http://ig-klettern.de/

Mountain Activity Club e.V.

Giving Tuesday Boulderer mit SpotterDer Mountain Activity Club e.V., kurz MAC, hat eine klare Botschaft: Klettern statt Drogen! Gemeinsam wird zwei Mal die Woche in der Halle gebouldert oder am Wochenende der fränkische Kalk erobert. Dabei sind Jungs und Mädels, die selbst Drogenerfahrung haben und schon länger clean sind (die sogenannten  „Peers“), und Leute, die einfach Lust am gemeinsamen Klettern haben. Gemeinsam werden junge Erwachsene gecoacht, die gerade von Drogen loskommen wollen oder schon dabei sind. Klettern liefert die Kicks, die früher Drogen erzeugt haben. Ohne die üblen Nachwirkungen. Vom Muskelkater einmal abgesehen. Und plötzlich zählt eben nicht mehr die eigene Vergangenheit, sondern nur noch gemeinsam ein (Boulder-) Problem zu lösen.

Hier spenden für den MAC

Warum nochmal Spenden?

Da ich mich selbst im MAC ehrenamtlich engagiere, weiß ich, wie viel Herzblut und Zeit in solchen Projekten steckt. Da es in der Regel außer Mitgliedsbeiträgen keine Finanzierung gibt, wird sich jeder der Vereine (oder natürlich jeder andere Verein, der euch am Herzen liegt), über eine Spende freuen. Mit den Spenden wird z.B. Kletterequipment angeschafft oder die Halleneintritte finanziert.

Also los geht’s: Gutes tun für Kletterprojekte.

Spenden oder kommentieren? Am besten beides! Erst spenden, dann kommentieren. 

Danke, egal, welches Projekt ihr unterstützt!

Über uns

Dabei das Beste aus den kostbarsten Stunden zu machen. Wandern, Klettern, Natur und Abenteuer erleben. In Franken - meiner Heimat und auf Reisen.

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