Fränkische Schweiz: A bis Z Wandern

Die Fränkische Schweiz A-Z: Wanderung nach Wolkenstein

Wanderung nach Wolkenstein Blick vom Röthelfels

Nach Wolkenstein verirren sich nicht viele Menschen. Denn Wolkenstein endet sprichwörtlich in den Wolken.

Dieser Text ist Teil meiner Serie „Die Fränkische Schweiz von A bis Z“ – mehr erfährst du hier

Wanderung nach Wolkenstein

Der hießige Zufallsgenerator (der Mann) hat für das „W“ Wolkenstein ausgespuckt. Da einfach hinfahren natürlich auch im Fall von Wolkenstein zu langweilig ist, wandern wir von Wichsenstein über Morschreuth nach Wolkenstein und beim Rückweg genießen wir die Aussicht vom Röthelfels.

Start in Wichsenstein

Wir sparen es uns heute Parkplätze auf dem Wanderparkplatz zu belegen und stellen das Auto meinem Bruder vor die Tür, den wir ohnehin später noch besuchen möchten. Wir starten am Ortsrand von Wichsenstein in Richtung Ühleinshof an der Straße entlang. So kleine abgelegene Orte haben ja dann doch den Vorteil, dass nicht viel Verkehr herrscht und wir auch nur einen Kilometer an der Straße entlang müssen. Da ich keine passende Wanderung im Vorfeld gefunden habe, habe ich am Abend davor eine Route per Openstreetmap zusammen gebastelt.

Wanderung nach Wolkenstein Blick zum Röthelfels

In Ühleinshof haben wir eines der Ziele schon vor Augen: Röthelfels

Ein Umstand den ich in Ühleinshof schon bereue. Wir biegen in der Mitte des Ortes vorschriftsmäßig nach rechts ab und den Berg hinunter. Und dann stehen wir da wie die Schafe. Hier ist kein Weg! Der Weg endet einfach vor einer Hofeinfahrt. Ein Stück nach rechts? Nee, Biomüllberg. Nach links? Nein, da ist nur eine Wiese, aber weit und breit kein Weg.

Das Rätsels Lösung entdecken wir erst als wir uns dann doch ein Stück in den Hof wagen. Hinter dem Haus auf der linken Seite entdecken wir einen zugewucherten Weg neben dem Stromverteilerkasten. Wie war das mit aller Anfang ist schwer? Den offensichtlich nicht häufig benutzten Weg folgen wir bergab bis zur Altenthalquelle.

Im Altenthal

Aber der Altenthalquelle führt der Weg nach rechts zum Weiler Altenthal. Ein Haus allein auf weiter Flur. Allerdings geht der Weg nach dem Haus an einer Schafweide entlang, die sich auch nicht gerade günstig auf unsere heutige Laufzeit auswirkt. Aber Schafe sind einfach mal ziemlich cool und außerdem beobachten wir die Wiedervereinigungsversuche einer Ziegenfamilie. Mama Ziege ist offensichtlich über den Zaun in den Garten stiften gegangen und hat jetzt Schwierigkeiten zu ihren Zicklein zurück zu kehren. Vielleicht sind aber natürlich auch die Youngster ausgebrochen. Lässt sich nicht eruieren und irgendwann zerrt mich der Mann dann doch mal hinter sich her.
Wanderung nach Wolkenstein Schafe im AltenthalWir laufen in den Wald hinein und gemählich bergauf. Wir wenden uns nach links und treffen auf den Gelben Ring, der nach Wolkenstein weist. Weiter geht es durch den Wald und während dann doch mal einer dieser berüchtigten Regenschauer hernieder geht, warte ich bis der Mann von seinen Felserkundungstouren zurückkehrt. Immer das gleiche! 🙂

Wanderung nach Wolkenstein PilzDer Weg führt aus dem Wald, am Waldrand entlang und hier biegt die Markierung leicht links in den Wald ab. Wir orientieren uns aber an der rechts von uns liegenden Straße. Wir überqueren die Straße und gleich geht es links in den Wald hinein mit dem roten Ring. Der rote Ring begleitet uns nur ein kurzes Stück und wir gehen mit dem grünen Ring aus dem Wald heraus und laufen hinüber nach Morschreuth.

Über Morschreuth nach Wolkenstein

Die Straße „Oberes Dorf“ steigt gemächlich an und trifft auf eine Wanderkarte an der man sich nochmal gut orientieren kann. Der Straße entlang geht es an der nächsten Kreuzung leicht rechts in eine Seitenstraße, die vom Blauen Ring gekennzeichnet wird. Der Rest des Weges ist damit markiert.

Zwischen Feldern und über Felder schlängelt sich der Pfad wieder in den Wald hinein und ruckzuck steht man auch schon am Stromhäuschen von Wolkenstein.

Wanderung nach Wolkenstein Ortsschild Wolkenstein

Wolkenstein, die Sackgasse

Der Grund, warum es nicht viele Menschen nach Wolkenstein verschlägt, ist recht simpel. Nach Wolkenstein hinein gibt es nur eine schmale Straße und diese muss man auch wieder zurück. Wolkenstein ist eine Sackgasse. Und seitdem es hier auch keine Gastwirtschaft mehr gibt, vermute ich stark, dass sich nicht mehr viele Leute hierher kommen. Dem entsprechend darf man Wolkenstein vielleicht auch einfach als Nest über den Wolken bezeichnen. Klein, aber sehr gemütlich. Bei unseren Streifzug durch den Ort entdecken wir viel mit Liebe dekoriertes.

Wanderung nach Wolkenstein DekoWanderung nach Wolkenstein GlockenturmAm Ende steht man aber doch vor diesem Haus und hier endet Wolkenstein.

Wanderung nach Wolkenstein Letztes Haus in Wolkenstein

Wanderer haben hier noch die Möglichkeit links vom Haus bergab nach Urspring. Alle Autofahrer müssten aber tatsächlich umkehren.

Früher gab es eine Burg in Wolkenstein. Da diese aber nahezu verfallen und in Privatbesitz ist, habe ich mich gar nicht weiter auf die Suche gemacht.

Von Wolkenstein zum Röthelfels

Zurück von unserer Ortserkundung geht es mit der bereits bekannten Markierung weiter zum Röthelfels. Auch der Röthelfels ist einer dieser wunderschönen Aussichtspunkte. Und natürlich einer der größten Kletterfelsen in der Fränkischen Schweiz, was auch heute unschwer am vertrauten „Bling“ beim Einhängen der Exen deutlich wird. Der Götterbogen und Co. muss heute ohne uns auskommen. Weiter geht es durch den Wald vorbei am Fliegerdenkmal Richtung Morschreuth.

Man muss nicht immer bis zum Ende gehen

Als wir kurz vor Morschreuth wieder auf dem bereits bekannten Weg unterwegs sind, frage ich den Mann, ob ich nicht lieber meinen Bruder anrufen soll, damit er uns in Morschreuth abholt. Von hier aus sind es noch ca. 4 Kilometer, aber irgendwie ist die Motivationslage schon eher beim Kaffee trinken…

Schließlich rufe ich ihn doch an und obwohl der Mann es anfänglich bestritten hat, ist natürlich auch er ganz angetan davon nicht mehr zurück zu müssen.

Mein Bruder sammelt uns in Morschreuth ein und beendet unsere Tour heute frühzeitig. Auch mal schön!

 

Informationen zur Wanderung

Start: Wichsenstein
Ziel: Morschreuth (eigentlich Wichsenstein)
Länge: 11,5 km (Wir waren 3,5 Stunden unterwegs mit Pausen*)
Höhenmeter: ca. 800 m im Auf- und Abstieg
Markierung: Ohne Markierung bis Altenthal und dann weiter bis man auf den gelben Ring trifft. Mit dem gelben Ring bis am Waldrand die Straße in Sicht kommt. Die Straße queren und weiter mit dem roten Ring in den Wald. Entweder mit dem roten Ring oder grünen Ring bis Morschreuth. Wir haben den Roten Ring gewählt und sind die Straße „Oberes Dorf“ bis zur Wandertafel gelaufen. Ab hier weiter mit dem blauen Ring über Wolkenstein und den Röthelfels zurück nach Morschreuth.
Anreise von Nürnberg aus:
Über die A73 Richtung Bamberg bis zur Ausfahrt Forchheim Süd. An der nächsten Kreuzung nach rechts abbiegen und dem Straßenverlauf folgen bis nach Pretzfeld. In Pretzfeld der abknickten Vorfahrt nach rechts folgen bis nach Wannbach. In Wannbach nach der Kirche nach links abbiegen Richtung Urspring/Morschreuth. Den Berg hinauf fahren und vor Morschreuth nach rechts abbiegen Richtung Wichsenstein.

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