Fränkische Schweiz Wandern

Herbstwanderung im Trubachtal: Zum Balkenstein

Herbstwanderung Trubachtal Blick ins Tal

Lust auf eine kurze Herbstwanderung im Trubachtal? Dann empfehle ich die 8,5 Kilometer lange Tour von Affalterthal über die Schlehenmühle zum Balkenstein. Hier hat man einen herrlichen Ausblick über das herbstliche Trubachtal und auf die Burg Egloffstein.

Wandern im Herbst

Die Sonne lockt und ich nutze einen meiner Urlaubstage für eine Wanderung in der Fränkischen Schweiz. Schnell entscheide ich mich für eine Wanderung ab Affalterthal, weil ich mich auf den Ausblick auf das herbstliche Trubachtal freue. Allerdings ist das Herbstwetter auch Anfang Oktober schon äußerst unberechenbar. Die Temperatur ist einstellig und ich habe mich schon jetzt in eine Zwiebel verwandelt. „Die Wolken sehen nach Regen aus, es ist kalt und überhaupt…“, motze ich vor mich hin als wir starten. Hallo Komfortzone! So klingt die also. Man muss betonen: Die Wanderung war allein meine Idee. Aber wie so oft: Wenn man mal unterwegs ist, ist es nicht mehr so schlimm. Kurzum gar nicht schlimm, sondern sehr schön! Und der Herbst zeigt sich sogar versöhnlich von seiner goldenen Seite.

Von Affalterthal zur Schlehenmühle

Herbstwanderung im Trubachtal Wegweiser

Unser Startpunkt ist in Affalterthal. Affalterthal bedeutet althochdeutsch „Apfelbaumtal“ und Obstbäume säumen auch tatsächlich den Weg ins Dorf. Da die Zufahrt zum Wanderparkplatz gesperrt ist, parken wir am Parkplatz an der Hauptstraße Richtung Bieberbach. Wir gehen ab dem Parkplatz Richtung Bieberbach und biegen direkt die erste Straße nach links ab und folgen dem Weg bergab zum Wanderparkplatz.

Ab hier ist unser Weg durchgängig mit dem roten Ring markiert. Zwischen den staatlichen Häusern, die auch gut nach Südbayern passen würden, führt der Weg bergauf zum Waldrand. Hier gehen wir nach links und auf einer Lichtung hat man einen schönen Ausblick nach Kasberg. Danach beginnt der Wald. Der Pfad wendet sich nach links und beschreibt anschließend eine Rechtskurve. Im Wald macht der Herbst natürlich besonders schön auf sich aufmerksam. Tatsächlich der Lieblingsteil von fast jeder Wanderung für mich. Wenn man nach den ersten hundert Metern im Wald zum ersten Mal den intensiven Geruch nach Laub und Erde wahrnimmt. Erholung pur!

Bis auf wenige Stellen, ist der Weg gut markiert. Der Weg kreuzt einen größeren Forstweg und führt ab hier bergab.

An der nächsten Waldlichtung schaut man auf die herbstlich gefärbten bunten Berge des Trubachtals. Nach kurzer Zeit  gehen wir aus dem Wald heraus und zwischen Feldern und einem Kirschgarten vorbei bergab zur Schlehenmühle. Hier gibt es zwei Einkehrmöglichkeiten.

Herbstwanderung im Trubachtal

An der Schlehenmühle angekommen, schlendern wir nach links in den Ort hinein. Nach der Wandertafel führt der Wanderweg nach links mit Blauen Kreuz/ Roten Ring Richtung Mostviel. Die abgestiegenen Höhenmeter müssen wir ja auch irgendwann wieder hinauf und so bietet sich das folgende Stück schon für eine kleine Aufwärmübung an. Kurz vor Mostviel kommt eine Bank, die für unsere Mittagspause wie gemacht ausschaut. Die Sonne scheint und kein Wölkchen stört die Aussicht aufs Tal. Die Schafe blöken und sogar ein paar Schlehen lassen sich finden. Auch wenn die nun wirklich nicht jederfraus Geschmack sind…

Herbstwanderung im Trubachtal Kirschblätter

In Mostviel müssen wir leider ein kurzes Stück an der schmalen Straße bis zum Gasthaus Schloßblick gehen.Herbstwanderung im Trubachtal Burg Egloffstein

Abstecher zum Balkenstein

Ab Mostviel hat man immer die Burg Egloffstein vor sich, die auch zu den Wahrzeichen der Fränkischen Schweiz zählt. Der Weg führt parallel zur Trubach bis zu einem Obstbaum und ab hier geht es nach links in den Wald hinein in Richtung Affalterthal/ Balkenstein.
Herbstwanderung im Trubachtal TierschädelDer Weg führt in Kehren bergauf und geht schließlich in Stufen über. Obgleich jetzt ein paar Höhenmeter vor uns liegen, fühlen sich diese recht moderat an. Diverse Felsen locken den durchschnittlichen Felsaffinen Kletterer zu Erkundungstouren, d.h. der Mann erkundet, ich fotografiere. Wobei man dabei auch auf andere Dinge stoßen kann, wie diesen Tierschädel.

Weiter bergauf trennen sich die Routen. Der rote Ring führt gerade aus und der Gelbe Ring nach rechts bergauf. Auf jeden Fall dem Gelben Ring folgen und einen Abstecher zum Balkenstein machen! Die Bank bietet zwar nur Platz für Zwei, aber einen schöneren Platz für eine Pause mit Blick über das Trubachtal kann man kaum finden.

Herbstwanderung im Trubachtal Pause am Berg

So schön kann Pause sein

Zurück nach Affalterthal

Vom Balkenstein sind wir zurück zur Kreuzung und ab hier wieder weiter mit dem Roten Ring unterwegs. Der Weg ist ab hier eher ein Pfad durch das Laub, der sich aber ganz gut erkennen lässt. Markierungen gibt es erst wieder ab dem Waldrand. Vom Waldrand kann man man die ersten Häuser von Affalterthal schon erahnen. Schließlich erreichen wir den Ortsrand und folgen den Weg nach rechts zur Hauptstraße. Wir wenden uns nach links und laufen die letzten Meter zurück zum Parkplatz. Rausgehen hat sich wieder mal richtig gelohnt! Mit so viel getankter Herbstsonne geht es zurück nach Nürnberg.

Informationen zur Wanderung

Start: Affalterthal
Ziel: Affalterthal
Länge: 8,5 km (Wir waren 3,5 Stunden unterwegs mit Pausen*)
Höhenmeter: ca. 600m im Auf- und Abstieg
Markierung: Roter Ring
Anreise von Nürnberg aus:
Über die B2 nach Gräfenberg. Nach Gräfenberg nach links abbiegen Richtung Egloffstein. Nach Hammerbühl nach rechts Richtung Gößweinstein abbiegen. Bergauf fahren und bei der ersten Abzweigung nach links Richtung Bieberbach. Nach Affalterthal hinein fahren, der Vorfahrtsstraße nach rechts folgen. Auf der linken Seite kommt der Parkplatz.

 

*Der Mann meint wir sind nur so langsam, weil ich alle 50 Meter stehen bleiben muss, um Fotos zu machen. Nur so zur Einordnung der Zeit.

 

1 Kommentar

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